Die Traditionelle Chinesische Medizin
Aufgabe und Vorgehensweise des Akupunkteurs nach TCM
Die Aufgabe eines Akupunkteurs nach TCM ist es, ein „Ungleichgewicht"“ des Körpers durch den Einsatz von Akupunkturnadeln, Moxibustion (Erwärmen eines Akupunkturpunktes mittels Moxa-Kraut = Beifuß) oder von Lasern wieder ins „Gleichgewicht“ zu bringen. Dieser Behandlung sollte eine ausführliche Diagnostik vorausgehen, wobei der Patient unbedingt „ganzheitlich“ zu betrachten ist.
Gemeint ist, dass nicht nur der Befund als solcher, sondern auch das Befinden gleichwertig als Grundlage für die Therapie benutzt werden. Denn erst die „ganzheitliche Betrachtung“ führt zur Auswahl der passenden Akupunkturpunkte und trägt somit zur Gesundung des Tieres bei.
Diagnose
Bei der Diagnostik stehen dem TCM-Akupunkteur verschiedene Mittel zur Verfügung:
- Befunderhebung/Anamnese (ausführliche Befragung des Tierbesitzers)
- gründliche Untersuchung (Abtasten, Geruch, Augen, Ohren, Fell, Haut und Schleimhäute, usw.)
- Zungendiagnostik
- Pulsdiagnostik
- Shu-Punkt-Diagnostik
Erst jetzt, nach Zusammenstellung aller gesammelten Informationen, wird der TCM-Therapeut eine chinesische Diagnose stellen und die Auswahl der Akupunktur-Punkte treffen.
Einsatzbereiche / Indikationen der Akupunktur nach TCM
- Arthritis
- Arthrose
- Lahmheiten vorne/hinten
- Schulterlahmheiten
- Kniegelenksentzündungen
- Sehnenentzündungen
- Rückenschmerzen
- Schmerzen im Hüft- und Beckenbereich
- Taktunreinheiten
- Muskelatrophien
- weitere
- Husten (akut/chronisch)
- obere Atemwege
- Lungenentzündung
- Dämpfigkeit/COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
- weitere
- akut
- chronisch
- Störungen Magen
- Störungen Darm
- Ekzeme
- Wundheilungsstörungen
- postoperative Narbenbehandlung
- weitere
- Sterilität
- ovarielle Fehlfunktionen
- weitere
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Tumore |
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chirurgische Indikationen |
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Häufig gestellte Fragen
Unter Umständen kann es zu einer kurzfristigen, schmerzhaften Reaktion des Tieres kommen. Dies liegt u. a. daran, dass der gewählte Akupunktur-Punkt gerade „aktiv“ ist. Und: Das Schmerzempfinden eines jeden Patienten ist anders ausgeprägt.
In der Regel kann man aber davon ausgehen, dass das Tier meistens nach dem Setzen der zweiten Nadel sichtlich entspannt und die Behandlung „genießt“.
In der Regel werden Silikon beschichtete, sterile Einmalnadeln verwendet, die nach ihrem Gebrauch entsorgt werden. Diese Nadeln gibt es, je nach Anwendung, in unterschiedlichen Stärken und Längen.
In wenigen Ausnahmefällen kann es zu einer kurzzeitigen Verschlechterung des Befinden kommen; innerhalb eines Tages sollte dann aber eine Besserung eintreten.
Veränderte Verhaltensmuster, die der Patient evtl. nach der Behandlung zeigt, sind lt. TCM durchaus als positiv zu bewerten.
Die Anwendung anderer Therapieformen kann durchaus sinnvoll und hilfreich sein (z.B. Physiotherapie, Osteopathie, Homöopathie, Allopathie). Allerdings sollte dies mit dem Therapeuten abgesprochen bzw. diesem mitgeteilt werden, damit er entsprechend reagieren kann. Wichtig ist es auch, dem Therapeuten die Gabe der Medikamente, die z.B. vom behandelnden Tierarzt verordnet wurden, mitzuteilen, da diese maßgeblichen Einfluss auf die Behandlung haben.
Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten, da es hier darauf ankommt, ob sich die Krankheit in einem chronischen Zustand befindet oder akut ist. Normalerweise kann man davon ausgehen, dass bei einem akuten Verlauf 1 – 3 Behandlungen in kurzen Abständen notwendig sind. Bei chronischer Erkrankung sind in der Regel häufigere Behandlungen notwendig, allerdings in größerem Abstand.
Die Nadeln verbleiben in aller Regel etwa 20 Minuten an den Punkten.
Wichtige Hinweise
- Nach dem Deutschen Heilmittelwerberecht § 3 muss ich auf folgendes hinweisen: Bei den hier vorgestellten Methoden sowohl therapeutischer als auch diagnostischer Art handelt es sich um Verfahren der alternativen Veterinärmedizin, deren Wirksamkeit naturwissenschaftlich-schulmedizinisch noch nicht nachgewiesen und anerkannt ist.
- Alle Erkrankungen, die ein chirurgisches Eingreifen erforden oder auf eine ansteckende Infektionskrankheit hinweisen müssen von einem Tierarzt/einer Tierärztin behandelt werden!
- Bei vorliegender Trächtigkeit sind bestimmte Akupunkturtechniken zu meiden- bitte weisen Sie mich in jedem Fall auf eine vorliegende Trächtigkeit oder einen entsprechenden Verdacht hin.
- Sollte Ihr Tier im Wettkampf/Sport laufen ist zu beachten, dass während einer Akupunkturbehandlung eine vermehrte Endorphinausschüttung stattfindet bzw. sich der Testosteronspiegel erhöht - mindestens 3 Tage vor dem Wettkampf sollte Ihr Tier wegen "physikalischen Dopings" nicht mehr durch Akupunktur behandelt werden.
- Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Tier nach der Akupunktur und am Folgetag keinen größeren körperlichen Belastungen ausgesetzt wird - Pferde sollten nicht geritten werden/nicht ins Schwitzen kommen (leichte Bewegung wirkt sich förderlich aus). Hunde müssen unter Umständen öfter als gewohnt Möglichkeit zum Lösen bekommen. Weitere zu ergreifende Maßnahmen werden individuell besprochen.


