Erfahrungsberichte
Hallo Frau Katzke,
wir haben uns bei Ihnen vor einigen Jahren Hilfe geholt, als wir bei unserer Hündin Betty nicht mehr wußten, wie wir ihre Ängste bei Licht-und Schattenreflexen in den Griff kriegen sollten. Wir haben in der Zusammenarbeit mit Ihnen sehr viel gelernt. Zum einen wurde Betty ein selbstsicherer und relaxter Hund und wir konnten das Erlernte in den letzten Jahren immer wieder einsetzen. Inziwschen haben wir 4 Hunde, alle Tierschutzhunde mit Vorgeschichte. Wir waren für 17 Hunde Pflegestelle. Von den 17 sind dann 2 für immer hier "hängengeblieben".
Oft waren es gerade die ängstlichen und verstörten Hunde, die als Pflegehunde zu uns kamen. Dank dem, war wir von Ihnen gelernt hatten, konnten die Hunde hier bei uns erst mal Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen bevor wir sie in eine passende Familie vermittelt haben. Betty war uns dabei immer eine große Hilfe, weil sie sich den Neuankömmlingen immer erst mal angenommen hat und sie schön geleitet hat.
Vielen Dank für Ihre Hilfe, die uns auch nach einigen Jahren immer noch sehr hilft. Weitere Pflegehunde werden aber bei uns nicht mehr einziehen, nachdem wir nun 4 eigene Hunde haben.
Wir würden Sie jederzeit weiteremfpehlen.
Liebe Grüße
Jörg Müller
Ich muss jetzt mal ein Statement für Gaby aufschreiben. Ich kenne die Gaby jetzt schon seit 2008 und habe ihr Wissen schon oft in Anspruch genommen. Die Hundewanderungen sind immer super toll organisiert und ihr Rat in Sachen Hund ist Goldes Wert.
Ich bin Therapiehundeführerin und besuche mit meiner Deutschen Schäferhündin Cora Seniorenpflegeheime in Frankfurt. Außerdem besitze ich einen spanischen Mischling mit Namen Calimero. Beide Hunde sind keine typischen Therapiehunde mit „will to please“ Eigenschaften.
Cora ist heute ein „Vorzeige“ Schäferhund, man könnte auch meinen: Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein Therapieschäferhund für Hunde mit schlechten DSH-Erfahrungen. Die Wahrheit ist aber ganz anders: nur die gute Zusammenarbeit mit Gaby, sie hat mir den richtigen Weg gezeigt, den ich letztlich mit Cora gegangen bin und hat mich so zu diesem Erfolg gebracht. Ein Therapiehund, der keine Bälle hergibt und macht was er will, unmöglich!
Auf einem Seminar in Bad Kreuznach hat mir Gaby dann erklärt, das Cora das Spiel bestimmt und siehe da wir haben die Spielregeln geändert und es wurde einiges in unserer Beziehung besser und heute legt Cora den Senioren, den Ball freiwillig in den Schoß.
Das gleiche AHA-Erlebnis hatte ich dann mit Calli. Ein spanischer Mischling, der beim Gassi gehen abgehauen ist, phasenweise andere Hunde anfiel und letztlich nicht zur BH-Prüfung zugelassen wurde, weil er vollkommen unmotiviert bei Fuß lief. Wir haben all meine Fehler beseitigt und siehe da, auch ein spanischer Mischling kann motiviert mitarbeiten. Mit all diesen Problemen konnte mir keiner aus dem Hundeverein helfen, die stempelten den Hund als stur und blöd ab. Dabei ist Calli einer von den ganz Schlauen, ein Energiesparer, der nicht unterfordert durchdreht, sondern immer ruhiger wird. So wie es sich für einen Herdenschutz-hundmischling gehört. Gaby hat das alles richtig erkannt und ich konnte dann den richtigen Weg zum Erfolg gehen. Bei Gaby gibt es immer eine Lösung, die auch sehr schnell zum Erfolg führt. Wir sind wirklich froh, dass es dich gibt. Liebe Grüße vom Therapiehundeteam
Regina, Cora und Calimero
Liebe Gaby,
ich bin noch immer dankbar, das du mir weiterempfohlen wurdest! Als Kollegin war es mir anfangs etwas unangenehm, doch du hast es geschafft, mir meine Zweifel zu nehmen.
Unser Problem war die Attacke meines Hundes auf einen kleinen Hund. Als Hundetrainerin weiß ich was ich meinen Kunden in so einer Situation geraten hätte, doch ich selbst war zu nah an meinem Hund und völlig ratlos.
Seit dem Training hat sich in meinem Mensch-Hund-Team vieles Positives eingestellt! Dein enormes Wissen und das artgerechte Umsetzen auf Hundesprache hat mich auch weitergebracht in meiner Arbeit! Ich danke dir für deine offene Art diesbezüglich!
Und eins weiß ich ganz genau: Sollte wieder zu nah an einer Situation sein, werde ich dich gleich anrufen!
Liebe Grüße
Franiska & Aaron
Ich habe Gabi auf einem Seminar in der Vhs Wiesbaden kennengelernt und dort an zwei Abendveranstaltungen mehr gelernt als die ganze Zeit zuvor.
Als es dann zur Hundefüherescheinprüfung in der Hundeschule ging und es mit Ginger, einer jetzt fast dreijährigrn Labradorhündin ,nicht so klappte nahmen wir" Nachhilfe" bei Gabi und es hat sich vieles bei Ginger zum positiven verändert. Und bei Gabi springt sie auch nicht mehr hoch
.
Wir sind echt froh sie zu kennen, hat sie doch stets ein offenes Ohr und einen guten Rat, der uns immer weiterhilft.
Liebe Grüße Ulrike& Ginger
Rheeba – 10,5 Jahre alte Collimix – Straßenhündin mit einer miesen Vergangenheit, vielen Phobien, Staupeüberlebende, usw. – nach Aussagen aller angefragten Hundetrainergenies:---nicht therapierbar, leider nicht Artgenossenkompatibel, gefährlich für Welpen und Junghunde---
so hörten wir jahrelang die Diagnose bezüglich unserer Hündin, die wir mit einem Jahr aus dem Tierschutz aufnahmen und die ohne große Probleme in unser damals aus 2 Rüden bestehendes Rudel fand. Die Jungs fanden sie toll und umgekehrt. Leider hörte hier dann auch die Symphatiebekundung auf. Rheeba war draußen einfach nicht zu handhaben. Sie ging auf andere Hunde los, bellte wie verrückt, stellte den Kamm, benahm sich außer Rand und Band. Kinder, Menschen – kein Problem, andere Hunde, ein Drama. Hinzu kam, dass sie die ersten 8 Monate bei uns alles an Krankheiten durchlebte, dass jeden Hund normalerweise umbringt... Staupe, Leishmaniose, Neosperose, Diagnose Hüftdisplasie usw..... wir hatten keinen Spaß. Die nächsten Jahre versuchten wir ab und an eine Hundeschule, einen Privattrainer, alles ohne Erfolg. Rheeba war nicht zu bändigen. Als dann 2009 unser Altrüde verstarb tickte sie vollständig aus. Sie verkroch sich, zeigte Angstneurosen bis hin zu Panikattacken und an dem Tag als sie davonlief, das Weiße in den Augen und sich versteckte und nicht wiederkam war bei mir der Kanal voll. Ich musste etwas tun...
Da fiel mir dann ein, dass ich ca. ½ Jahr zuvor an einem sehr spannenden informativen Seminar teilgenommen hatte, dessen Umsetzung ich leider – aus Zeitgründen.... tolle Ausrede... vernachlässigte. Ich griff zum Hörer und rief Gabi Kaetzke an. Sie kam sehr zeitnah zu uns nach Hause und wir zeigten ihr unseren Problemhund. Nach gefühlten 5 min kam die Erstdiagnose.... Rheeba ist keine zu therapierende ausgeflippte Problemhündin, Rheeba hat ein Problem : UNS .... denn sie traut uns nicht zu die Gruppe zu führen. Ihr Alpha – der Altrüde stirbt und sie ist total aus dem Gleichgewicht, nun muß einer die Führung übernehmen .... SIE.... oh Gott welche Verantwortung. Wir waren total konsterniert... WIR waren das Problem.. na dann... Rheeba hatte an diesem Tag noch einen Spaziergang der besonderen Art: Sie hatte Spaß und war befreit, denn endlich war jemand da, der wusste worum es ging: GABI.... – wir kamen uns vor wie die Deppen der Nation, aber wir hatten die Möglichkeit ihr zu helfen!
Dann begann die Arbeit.... wir begannen ganz von vorne, arbeiteten nach den Prinzipien die ich schon gelernt hatte und die mein Mann dann nochmals beigebracht bekam. Wir waren gewillt etwas zu ändern und man kann sich denken wie überrascht wir waren als sich nach nur 3 Tagen Rheebas Verhalten änderte. Sie wurde ruhiger. Ein Rückruf bei Gabi veranlasste uns dazu an den Hundespaziergängen teilzunehmen. Diese sind nicht nur Fun für Hund und Herrchen, nein, hier lernen die Hunde Sozialverhalten in der Gruppe und das andere keine Gefahr sind. Hier zeigte sich dann auch sehr schnell, dass Rheeba sehr gut kommunizieren konnte, keine Problem mit anderen Hunden hatte, wenn das andere Ende der Leine wusste was es tat. Nach 15 min durfte sie frei laufen, nach 1,5 Stunden kam sie das erste mal in ihrem Leben schutzsuchend durch die ganze Gruppe zu MIR zurück WEIHNACHTEN IST IM JUNI kann ich Euch sagen, dieses Gefühl vergesse ich nie!
Um es kurz zu machen, wir hatten sehr schnell Erfolg. Rheeba ist heute eine ruhige, freundliche Hündin, die auch ohne Leine an anderen Hunden vorbeigehen kann. Seit 2009 ist sie zudem „Ersatzmutter“ zweier Australian Sheperds die als WELPEN unser Rudel verstärkten und ich kann nur sagen, ohne sie hätte ich die Erziehung nicht so gut hinbekommen. Sie ist einfach eine MAMA und alle die sagten sie wäre eine Gefahr für Welpen haben LEIDER KEINE AHNUNG und können Hunde nicht LESEN. Gabi war bei der Einführung unserer beiden Jungs ins Rudel dabei und meinte nur : NA JA HAT JEMAND WAS ANDERES ERWARTET ? Rheeba verhielt sich wie eine Mutter mit allem was dazu gehört und das hat sich bis heute nicht geändert.
Mein Fazit, egal wie alt ein Hund ist, wenn man wirklich was verändern will ist es nie zu spät, wir haben das bei einem 9 Jahre alten Hund geschafft und die Maus ist glücklich! Ich kann nur sagen : DANKE GABI
Gruß Sabine Kuhn
Ich kann nur sagen: wow!
Wir haben im Oktober einen Herdenschutzhund (Kraski Ovcar Mix) aus dem Tierschutz adoptiert und soeben den Begutachtungstermin gehabt. Obwohl wir bereits einiges an Hundewissen angesammelt haben und in der Theorie vieles wissen, war es richtig klasse von Gaby gezeigt zu bekommen, wie man das auch richtig in die Tat umsetzt. Natuerlich geht nicht alles von heute auf morgen, aber wir sind schon jetzt, nach dieser aller ersten Uebungs- und Gespraechseinheit unglaublich verbluefft ueber die Wirkung! Heute Abend hat nicht nur unser Hund richtig viel zum Nachdenken bekommen...
Wir wollen fuer unsere Hunde kompetente, zuverlaessige 'Leitmenschen' werden und freuen uns daher schon auf die naechste Lerneinheit!
Meine alte Hündin hat uns Weihnachten vor einem Jahr verlassen. Die Jüngere, Lola (5), total „pflegeleicht“, fing gerade an, sich richtig daran zu gewöhnen, dass sie jetzt allein mit mir war, als uns Shiloh „zulief“, eine Halbschwester aus Lolas Mutter - ein kleiner frecher Teufel und das krasse Gegenteil von Lola. Während Lola sich recht wenig für andere Hunde, sondern für alles, was geworfen werden kann, interessiert, kann Shiloh einem Wurfgeschoss gar nichts abgewinnen, wohl aber allem, was auch vier Beine hat und „wild“ riecht - mit anderen Worten, sie scheucht gern Rehe, Hasen und Kaninchen auf. Und das geht nicht, denn die haben wir direkt vor der Haustür, außerdem ist mir das eindeutig zu stressig! Zudem hatte sie das Pech, dass wir im letzten Sommer - sie war gerade 4 Monate alt - auf einer Feier waren, wo überraschend ein komplettes Feuerwerk abgefackelt wurde, direkt neben uns. Das hatte zur Folge, dass ich kaum mehr husten durfte.
Aus diesen Gründen (Jagen und Angst vor lauten Geräuschen) war mir klar, dass ich irgendwas tun musste, aber mich auf die Suche nach einer entsprechend guten Hundeschule zu machen, davon versprach ich mir nicht viel. Dann hat mir meine Schwägerin den Namen Gabriela Kaetzke und Wiesbaden auf einen Zettel geschrieben und mir gesagt, die solle ich mal kontaktieren.
Da ich niemanden an meinen Hunden „herumdoktern“ lasse, dem ich nicht vertraue, habe ich erstmal einen von Frau Kaetzkes Vorträgen besucht, um mir ein Bild von ihr machen zu können. Was letzteres betrifft, hätte ich nach 5 Minuten wieder gehen können, denn dass sie weiß, wovon sie spricht, davon war ich sofort überzeugt - aber das Vortragsthema „Signalsprache und Wesen des Hundes“ war ja auch interessant ;-). Dann habe ich einen ersten Begutachtungstermin mit ihr vereinbart, bei dem sie meine Hunde in ihrer vertrauten Umgebung kennenlernen wollte. Als es so weit war, war ich zunächst unsicher, wie ich mich verhalten sollte, beschloss dann aber, meine Hunde nicht zu zügeln. Also wusste ich, dass sie wie die Furien rausrennen würden, sobald es klingelt, dass Lola laut bellen und Shiloh Frau Kaetzke vor Freude bis an die Nase springen würde. So kam es dann auch. Fast. Die Hunde rannten raus, ein kleines Wuff, und dann kamen alle still die Treppe herunter und ins Haus. Als Frau Kaetzke Ihren Mantel auszog und an die Garderobe hängte, versuchte Shiloh einmal, verhalten wedelnd an ihr hoch zu hüpfen, aber als diese sie ignorierte und sich ein wenig abwandte, trollte Shiloh sich. Aber das sollten nur meine ersten Aha-Erlebnisse sein, dass Hunde ohne jegliches Kommando oder sonstige Ansprache spuren können.
Wir nahmen im Wohnzimmer Platz und ich sollte ein wenig von meinen Hunden erzählen, dabei allerdings darauf achten, sie nicht anzusehen – die erste schwierige Aufgabe, wenn man gewöhnt ist, seine Tiere gerne und liebevoll anzusehen. Während unserer Unterhaltung fing dann die Atmosphäre ein wenig zu knistern an. Lola stand unsicher mitten im Raum, Shiloh versuchte zunächst noch zweimal, freudig wedelnd mit Frau Kaetzke Kontakt aufzunehmen, dann fingen beide Hunde an, ziemlich überschwänglich zu raufen und miteinander zu spielen, was sie für gewöhnlich gar nicht tun, wenn Besuch da ist. Irgendwie war ihnen Stress anzusehen.
Dann wurde mir geheißen, mich doch mal auf eine der Hundedecken zu setzen und mich dort richtig breit zu machen, wiederum ohne meinen Hunden in die Augen zu blicken. Wenn man das nicht gewöhnt ist, kommt man sich vor wie bei der Blutabnahme, bei der man an die Decke starrt, um das eigene Blut nicht sehen zu müssen, oder wie beim Zahnarzt, dessen Gesicht direkt über einem schwebt und man verzweifelt versucht, irgendwo an ihm vorbeizusehen. Lola schien regelrecht schockiert darüber, dass ich mich erdreistete, ihren Schlafplatz einzunehmen. Wieder stand sie mitten im Zimmer, Rute und Ohren hingen schlaff herunter und Ihr Kopf qualmte förmlich vor Nachdenklichkeit. Shiloh dagegen vergrub ihren Kopf tief im Spielzeugkorb, der sie sonst überhaupt nicht interessierte, und holte wahllos alles heraus. Nach fünf Minuten durfte ich mich wieder zu Frau Kaetzke aufs Sofa setzen und wir unterhielten uns weiter, und schließlich legten sich die Hunde irgendwann hin und entspannten sich.
Dann sollte ich in die Küche gehen, mit irgendwas hantieren und wiederkommen. Ich lachte nur, denn ich wusste, sobald ich aufstehe und in Richtung Küche ging, würden sich die beiden an meine Fersen heften. Doch jetzt war ich die Schockierte. Sie regten sich nicht einmal, auch nicht, als ich den Kühlschrank öffnete und mit Zellophan raschelte! Als ich wiederkam, lagen beide immer noch völlig entspant am selben Platz. Dasselbe sollte ich noch einmal tun, aber während des Rausgehens einen kurzen Blickkontakt mit Lola und Shiloh herstellen. Und – wie von Geisterhand – standen sie auf und kamen mit in die Küche! Wow, das war also angewandte Hundesprache! Nichts von wegen „Kommt!“, „Hiiieer!!“ oder gar „Futter!!!“ Aber ich sollte noch verblüffter werden. Wir gingen raus!
„Welche Leine soll ich mitnehmen, lang oder kurz?“ fragte ich. „Ist mir egal“, meinte Frau Kaetzke. Hm, dachte ich und hing mir irgendeine um. So, NORMALERWEISE würden meine beiden, kaum aus dem Tor (da sind nur große Wildwiesen), fröhlich losrennen und mir immer voraus sein. Voraus stapfte jedoch unser heutiges Alphatier, Frau Kaetzke. Dahinter ich, Lola an meinen Fersen und Shiloh als Schlusslicht. Hätte ich nicht in der kurzen Zeit so unendlich viele Aha-Erlebnisse zu verarbeiten gehabt, wäre ich vor Lachen sicher tot umgefallen. Keine im hohen Gras herumwuselnden Hunde, kein Schnüffeln, kein Stöbern, keine meterhohen Mäusesprünge – nein, wir stapften tatsächlich im Gänsemarsch über die Wiese, einer hinter dem anderen – ohne dass irgendeiner irgendwas derartiges verbal angeordnet hätte! Irgendwann wurde es der frechen 8 Monate alten Shiloh zu langweilig und sie versuchte, uns zu überholen, lief jedoch mit der Nase gegen das blitzschnell zur Seite gestellte Bein unserer Alphadame, sah sie überrascht von hinten an und nahm flugs ihren Platz am Ende der Reihe wieder ein!
circa 80 m vor uns, auf einer weiteren Wiese, tummelten sich gerade mehrere Hunde, die mit ihren Führern Gassi gingen, und sie hatten sogar Kinder dabei, deren helle Stimmen schlichtweg DIE Herausforderung für meine verspielten Hunde sind. So hielt es Shiloh auch wiederum nicht lange hinten aus.
„Siehst du die kleinen Kinder da?“ fragte Frau Kaetzke, während wir weiter auf sie zugingen. „Jaa-aa! Soll ich sie lieber anleinen?“
„Nein.“
„Hm, ich hoffe, Sie wissen, was Sie tun“, sagte ich leicht besorgt.
„Nein“, sagt sie wieder – und in diesem Moment galoppiert Shiloh an uns vorbei, diesmal weiträumig, um nicht wieder gegen ein Bein zu prallen, in hohen Sprüngen geradewegs auf die Kinder zu.
Ich hielt die Luft an und überlegte gerade, ob ich nun „Bleib!!!“ brüllen sollte, da blieb sie wie angewurzelt stehen, sah zu uns zurück, dann sehnsüchtig zu den Kindern, wieder zu uns, und dann machte sie kehrt, kam zurück gelaufen und nahm ihren Platz am Ende der Reihe wieder ein. Und niemand hatte ein einziges Wort zu ihr gesagt!!!
Der neue Respekt meiner Hunde vor meiner Person - oder vielleicht besser Position – hielt bis zum Abend an. Am nächsten Morgen wurde ich wieder von einer rauen Hundepfote und einem „Ich hab jetzt Hunger!“-Grunzen geweckt – und wusste nicht, wie ich darauf nun so zu reagieren hatte, dass sie mich ohne große Worte verstanden.
DAS wird sich nun ändern, denn mir wurde klar, dass ich, wenn ich einem japanischen Touristen etwas auf Deutsch erkläre und er mich freundlich anlächelt, auch nicht automatisch davon ausgehe, dass er mich verstanden hat. Wieso also erwarte ich von meinen Tieren, dass sie mich verstehen, wenn sie mich so aufmerksam mit schief gehaltenem Kopf anhimmeln – oder mich absichtlich nicht verstehen wollen, wenn meine Anordnungen ignoriert werden? Wenn sie meine Worte also nicht wirklich verstehen (können), dann werde ich ihre Sprache erlernen, ganz einfach. – Aber nein, ganz so einfach fällt es mir nicht, immer daran zu denken, dass wir Menschen uns aus Höflichkeit und Respekt in die Augen sehen, während Hunde das andersrum handhaben oder dass meine Hunde nicht vor mir herlaufen müssen, damit ich sehe, was sie anstellen, sondern dass ich mich als Alpha darauf verlassen kann, dass sie hinter mir sind und bleiben.
Wie einfach, leise und total entspannt das Miteinander – für mich und für meine Hunde – sein kann, hat mich zutiefst beeindruckt, und das hat so gar nichts von irgendwelchem Hokuspokus. Ich stehe noch ganz am Anfang, habe von Frau Kaetzke nun „Hausaufgaben“ bekommen und muss mir laufend bewusst machen, was ich tue und meinen Hunden mit meiner Körpersprache signalisiere. Und ich freue mich über jeden meiner kleinen Fortschritte, wenn mein richtiges Verhalten die gewünschte Reaktion meiner Hunde sofort nach sich zieht.
Vielen Dank, dass es Sie gibt, Frau Kaetzke! - Ich werde hier gelegentlich weiter berichten.


