Über meine Methoden und Qualifikationen

Angewandte Methoden

Erarbeiten signalsprachlicher Elemente

In diesen Bereich lege ich den Schwerpunkt meiner Arbeit. Sie lernen Ihr Tier zunächst zu “lesen”, um mögliche Mißverständnisse künftig zu vermeiden und zu einem tieferen Verständnis zu gelangen.

Weiterführend erfahren Sie, welche körpersprachlichen Signale Ihres Tieres Sie selbst einsetzen können, um von Ihrem Tier besser verstanden zu werden. Diese Basis erleichtert das weitere Lernen miteinander ungemein, denn jetzt sprechen Lehrer und Schüler die gleiche Sprache.

 

Praktische Anwendung wissenschaftlich fundierter Lerntheorien

NachdenklichAlle Lernschritte, die Sie bislang (bewußt oder unbewußt) vollzogen haben, beruhen auf alt bekannten Lerntheorien, wie z.B. der klassischen oder der operanten Konditionierung, der Desensibilisierung, dem Flooding o.ä.

Ich erfinde das Lernen also nicht neu - ebensowenig wurde das Lernen mit Clicker, Halti, Discscheiben, Pfeifen oder ähnlichem neu erfunden. Und keine dieser Techniken oder Hilfsmittel kann ein Allheilmittel sein.

Wir werden herausfinden, wie Ihr Tier mit seinem  individuellen Charakter in verschiedenen Situationen auf die unterschiedlichen Techniken/Hilfsmittel reagiert, um auch ihm ein möglichst streßfreies Lernen zu ermöglichen.

Das Lernziel soll mit der höchstmöglichen Motivation erreicht werden. Zwang- und Starkzwangmethoden sind bei unseren Lernerfahrungen kategorisch ausgeschlossen.

 

Diagnostik

Häufig haben Sie als Besitzer schon so Ihre Vorstellungen, woran ein problematisches Verhalten Ihres Tieres liegen könnte. Und oft haben Sie damit sogar recht. Genauso häufig allerdings sind noch weitere Faktoren daran beteiligt, die man schnell übersieht. Manchmal ist eine genaue Diagnostik unumgänglich, um nicht nur an einem Symptom sondern an der Ursache anzusetzen. Diese Diagnostik findet in Form eines ausgefeilten Fragebogens statt, der Anamnese.

Eine Anamnese ist immer dann sinnvoll, wenn bereits ein bestehendes Problemverhalten, wie z.B. Unsauberkeit, Aggressionsverhalten, Zerstörungswut, anhaltendes Bellen/Schreien, Fell rupfen, eine Angstneurose, Depression, o.ä vorliegt.

Ob die Erhebung einer Anamnese bei Ihrem Tier nötig ist, wird im Vorgespräch geklärt.

 

Prävention

Als Prävention werden alle Maßnahmen eingestuft, die zur Vorbeugung dienen. Eine Präventivberatung ist immer dann sinnvoll, wenn sich im Umfeld eines Tieres in absehbarer Zeit grosse Veränderungen ergeben, z.B. ein Umzug, die Anschaffung eines neuen (oder auch des ersten) Tieres, die Ankunft eines Babies in der Familie, usw.

Prävention bedeutet aber auch, sein Tier gut zu beobachten und Änderungen im Verhalten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern fachlich abklären zu lassen. Aktiver Tierschutz beginnt bei Ihnen zu Hause.

Diese Beratung dient dazu, mögliche Schwierigkeiten im Voraus zu erkennen und ihnen sinnvoll zu begegnen, bzw. sie von vornherein zu vermeiden.

Mein Lebenslauf

Name: Gabriela Kaetzke
Jahrgang: 1967
Geburtsort: Zürich/CH
1985 Ausbildung zur Erzieherin
1989 Eintritt in den Polizeidienst, mittlerer Vollzugsdienst
bis 1997 Polizeidienst und verschiedene private Sicherheitsunternehmen - unter anderem zuständig fur die Ausbildung von Hunden und Personal. Hier hatten auch die ersten Entwicklungen alternativer
Ausbildungsformen ihren Ursprung.
bis 2001

Studium der Veterinärwissenschaften an der International Open University in London mit folgenden Abschlüssen:

  • Dipl.-Ethologin für angewandte Verhaltensforschung (BA)
  • Dipl.-Tierpsychologin (BA)
seit 2001
  • freiberufliche Tierpsychologin in Zusammenarbeit mit verschiedenen Veterinärmedizinern im Raum Rhein-Main, Wiesbaden, Mainz und Bingen
  • Vorträge & Seminare
  • Individualbehandlungen

 

... und wer es noch ein bisschen genauer möchte

Indra und ich

Eigentlich komme ich aus einem ganz anderen Bereich. Ich habe viele Jahre bei der Polizei und in privaten Sicherheitsunternehmen verbracht und unter anderem auch Mitarbeiter und Hunde ausgebildet. Allerdings war ich mit den klassischen Ausbildungsmethoden höchst unzufrieden und habe bereits in dieser Zeit immer wieder nach alternativen Wegen für den Umgang mit und die Ausbildung von Hunden gesucht.

Der eigentliche Auslöser für meinen heutigen Beruf war aber wohl meine eigene Hündin, die im Alter von neun Monaten zu mir kam und schwere Verhaltensstörungen zeigte. Sie fraß nicht selbständig und wies ein ausgeprägtes Aggressionsverhalten auf. Ich benötigte vier Jahre, um einen halbwegs normalen Hund aus ihr zu machen. Nicht dass ich damals von irgendetwas irgendeine Ahnung gehabt hätte. Blut und Wasser habe ich geschwitzt. Bücher zur Hundeerziehung habe ich gewälzt, doch die Ansätze, die ich darin gefunden habe, erschienen mir unlogisch, unglaubwürdig und zutiefst das Tier verachtend.

In Hundevereinen habe ich mich herumgedrückt und keine Antworten gefunden. Der Verzweiflung schon ziemlich nahe, habe ich mich schließlich tage- und wochenlang durch die Ethologiewerke in den Bibliotheken gelesen, nur um zu merken, dass die Erarbeitung von Texten aus dem Bereich der Verhaltensforschung zu einer Lebensaufgabe werden könnte.

Die nächsten Jahre war es das auch - ich machte die Ethologie zu meinem Hobby und verbrachte die meiste freie Zeit mit Experimenten mit meiner eigenen Hündin, mit Beobachtungen auch in anderen Bereichen der Tierwelt, mit Erziehungsmöglichkeiten bei meiner eigenen und vielen anderen Katzen und lernte nach und nach das Wesen von Hund und Katze tiefer verstehen.

Mit zwölf Jahren spielte meine Hündin das erste mal mit einem anderen Hund, bevor sie dann im Januar 2004 im Alter von 14 Jahren starb. Mir wurde klar, dass auch ein alter Hund noch viel erreichen kann, wenn man ihm Wege aufzeigt, die für ihn verständlich sind. Ich habe mich oft verflucht, dass ich nicht schneller auf manche Lösung kam oder dass ich manches überhaupt nicht sehen konnte.

Aber inzwischen habe ich wohl begriffen, dass ich mein ganzes Leben damit verbringen werde, neue, bessere oder einfachere Wege zu suchen und zu finden. Kein Verhaltensforscher dieser Welt wird je von sich behaupten können, er sei angekommen.

Man forscht, beobachtet, entwickelt
und versteht immer ein bisschen mehr – aber niemals alles.